Catalogus Professorum

Professorinnen & Professoren der TU Berlin und ihrer Vorgänger

Prof.Dr.-Ing.Dr. phil.

Hans Kühl

Zur Person

Nach dem Abitur am Realgymnasium Flensburg studierte Hans Kühl (Schüler von Wilhelm Ostwald und Max Bodenstein) von 1898 bis 1903 Naturwissenschaften, Mathematik und Chemie an den Universitäten Freiburg, Kiel und Leipzig und promovierte 1903 mit einer Arbeit über die Kinetik des Kohlenoxid-Knallgases.

Nach seinem Militärdienst von 1903 bis 1904 arbeitete er von 1904 bis 1905 als Assistent am physikochemischen Institut bei Max Bodenstein an der Universität Leipzig.

Von 1905 bis 1907 war er als Assistent am Labor von Hermann Passow der Chemisch-Technischen Versuchsanstalt in Blankenese tätig und 1907 übernahm er von Wilhelm Michaelis das Zement- und Mörteltechnische Institut in Berlin-Lichterfelde, das 1922 der Technischen Hochschule zu Berlin angegliedert wurde.

Vom 1. Januar 1922 bis zum 29. Mai 1925 wirkte Hans Kühl als Dozent und vom 30. Mai 1925 bis 1945 als Honorarprofessor für Zement- und Mörtelkunde in der Fachabteilung für Chemie und Hüttenkunde der Fakultät IV für Stoffwirtschaft (ab 1934 Fakultät I für Allgemeine Wissenschaften, insbes. für Mathematik, Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften) an der Technischen Hochschule Berlin.

Vom 20. März 1953 bis zum 31. März 1955 lehrte er als Honorarprofessor für Chemische Technologie der Baustoffe, sowie für Zement- und Mörtelkunde und als Sachverständiger für Baustoffe am Lehrstuhl für Technische Chemie in der Abteilung für Chemie der Fakultät II für Allgemeine Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität Berlin.

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Hans Kühl gilt als Pionier der Zementchemie und der Baustofftechnologie.

Gremientätigkeiten und Mitgliedschaften

  • Von 1907 bis 1953 Sachverständiger für Zement
  • von 1919 bis 1944 Geschäftsführender Vorstand der Zementmaschinen-Gesellschaft
  • von 1935 bis 1945 Mitglied und späterer Vorsitzender der Einschätzungskommission der Deutschen Zementindustrie

Ehrungen

  • Seit 1935 Ehrenmitglied des Rumänischen Instituts für Betonforschung und modernen Straßenbau
  • 1951: Nationalpreis II. Klasse der DDR
  • seit 1952 Ehrenmitglied des Vereins Deutscher Portland- und Hüttenzementwerke
  • seit 2003 Namensgeber der Hans-Kühl-Medaille
Quelle: UA TUB, 601 Porträtfotos Lehrkörper und andere Personen, Nr. 390

in Karlsburg Kreis Eckernförde

in Berlin

Lehrtätigkeit

Technische Hochschule

Technische Universität Berlin

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