Catalogus Professorum

Professorinnen & Professoren der TU Berlin und ihrer Vorgänger

Prof.Dr.-Ing.Dr. techn. E. h.

Adolf Ludin

Zur Person

Von 1899 bis 1904 studierte Adolf Ludin Bauingenieurwesen an der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin und an der Technischen Hochschule Karlsruhe.

Von 1904 bis 1920 übte er verschiedene Tätigkeiten im Badischen Wasser- und Straßenbaudienst und später Rheinbauinspektion Mannheim aus, z.B. Entwässerung der Mühlauhalbinsel, Neckarkanalisierung und der Rheinbau-Unterhaltungsdienst (von 1907 bis 1908 beurlaubt zum Studium der Wirtschaftswissenschaften zur Akademie für Sozial- und Handelswissenschaft in Frankfurt / Main).

Eine weitere Unterbrechung brachte der Kriegsdienst vom 3. August 1914 bis November 1918 für ihn.

1909 promovierte er mit dem Thema: „Ausbau der Niederdruckwasserkräfte nach wirtschaftlichen Grundsätzen“ an der Technischen Hochschule Karlsruhe und 1920 habilitierte er sich dort mit der Arbeit: Wasserwirtschaft und wasserwirtschaftliches Bauwesen.

Von 1920 bis 1922 lehrte er als Privatdozent an der Technischen Hochschule Karlsruhe und war zugleich als selbständiger Beratender Ingenieur tätig. Während dieser Zeit befasste er sich mit Aufgaben der Wasserwirtschaft, insbesondere mit den Ausbau von Wasserkräften.

Vom 1. April 1923 bis zu seinem Ausscheiden am 27. Dezember 1945 wirkte Adolf Ludin als ordentlicher Professor (Nachfolger von Max Grantz) für Wasserbau, Flußbau und Wasserwirtschaft in der Fachabteilung für Bauingenieurwesen der Fakultät II für Bauwesen und als Direktor des Wasserbaulaboratoriums (späteres Institut für Wasserbau der Technischen Universität Berlin) an der Technischen Hochschule zu Berlin.

Vom Dezember 1945 bis Januar 1952 war er als Berater des Jugoslawischen Bundesministeriums für Elektrizitätswirtschaft in Belgrad beim Ausbau Großwasserkraftanlagen (15 Anlagen bis zu 250000 kW Einzelleistung) tätig. Danach folgten arbeiten in Montevideo/Uruguay (1. Februar 1952 bis 1. Juni 1953), in Teheran (1952 bis 1954 sowie 1955 bis 1956) und 1956 in Nordwestpakistan (Peshawar).

Wissenschaftliche Schwerpunkte

1913 erschien seine Arbeit „Die Wasserkräfte, ihr Ausbau und ihre wirtschaftliche Ausnutzung“, wodurch er einer der führenden Persönlichkeiten auf seinem Arbeitsgebiet wurde.

Durch seine weiteren richtungsweisenden Publikationen leistete er auf den Gebieten Wasserbau und Wasserwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung dieses Ingenieurzweiges.

Gremientätigkeiten und Mitgliedschaften

  • 1928: Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
  • 19. Juni 1939: Ordentliches Mitglied der Akademie des Bauwesens
  • 29. April 1939: Ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin

Ehrungen

  • 1926: Ehrendoktor der Technischen Hochschule Brünn
  • 1943: Ehrenmitglied der Königlichen Rumänischen Akademie der Wissenschaften in Bukarest
  • 3. Mai 1954: Ernennung zum Ehrensenator der Technischen Universität Berlin
  • 1959: Ehrenbürger der Technischen Hochschule Karlsruhe
  • 13. März 1961: Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz)
Quelle: UA TUB, 601 Porträtfotos Lehrkörper und andere Personen, Nr. 426

in Karlsruhe

in Berlin

Lehrtätigkeit

Technische Hochschule

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