Catalogus Professorum

Professorinnen & Professoren der TU Berlin und ihrer Vorgänger

Prof.Dr. phil.

Ernst Karl Wilhelm Lübcke

Zur Person

Ernst Lübcke studierte von 1910 bis 1914 Mathematik und Physik an den Universitäten in Heidelberg, Berlin und Göttingen.

Anschließend arbeitete er bis 1916 als Assistent am Institut für angewandte Elektrizität der Universität Göttingen und promovierte dort 1916 bei Hermann Theodor Simon mit dem Thema „Über Aufnahme von Wechselstromkurven unter Benutzung der ionisierenden Wirkung von Kathodenstrahlen“.

Von 1916 bis 1920 arbeitete Lübcke als Kaiserlicher Inspektor bei der Torpedo- und Mineninspektion in Kiel und studierte zugleich Rechtswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Von 1920 bis 1924 war er Leiter des Laboratoriums der Atlas Werke AG in Bremen, von 1925 bis 1933 Abteilungsvorsteher im Forschungslaboratorium der Siemenswerke in Berlin-Siemensstadt sowie dort von 1933 bis 1945 in verschiedenen Positionen, wo er sich mit der Geräuschbeseitigung an elektrischen Maschinen beschäftigte.

Nach seiner Habilitation 1929 an der Technischen Hochschule in Braunschweig unterrichtete er dort als Privatdozent für Technische Physik, wurde 1935 außerplanmäßiger Professor und erhielt 1940 den Lehrauftrag für Bau- und Raumakustik.

Vom 15. März bis zum 30. September 1946 wirkte Ernst Lübcke als außerplanmäßiger Professor für Technische Akustik (Vertretung für Erwin Meyer) in der Fakultät V für Maschinenwesen an der Technischen Universität Berlin und war zu dieser Zeit stellvertretender Abteilungsleiter im Heinrich-Hertz-Institut für Schwingungsforschung in Berlin.

Anschließend war er bis 1953 ordentlicher Professor für Experimentalphysik und als Direktor des Physikalischen Instituts an der Universität Rostock tätig, wurde jedoch von 1946 bis 1951 freigestellt, um in Leningrad zu arbeiten.

Von 1954 bis zu seinem Ruhestand übte er die Tätigkeit eines Wissenschaftlichen Mitarbeiters bei der Siemens-Schuckert-Werke AG in Berlin aus.

Parallel wirkte Ernst Lübcke vom 12. Mai 1955 bis 1967 als Honorarprofessor für Technische Akustik am Lehrstuhl für Technische Akustik mit gleichnamigem Institut in der Abteilung Elektrotechnik der Fakultät V für Maschinenwesen der Technischen Universität Berlin.

Wissenschaftliche Schwerpunkte

  • Schwingungserzeugung
  • Geräuschbekämpfung
  • Schallmessung
  • Raum- und Bauakustik
  • Quecksilberdampfentladungen
  • Messtechnische Probleme

in Wolfenbüttel

in Berlin

Lehrtätigkeit

Technische Universität Berlin

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