Catalogus Professorum

Professorinnen & Professoren der TU Berlin und ihrer Vorgänger

Prof.Dr. phil.Geheimer Bergrat

Eugen Paul Rudolf Jahnke

Zur Person

Eugen Jahnke studierte Mathematik und Physik an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, legte 1886 die Staatsprüfung für das höhere Lehramt in diesen Fächern ab und promovierte mit dem Thema Zur Integration von Differentialgleichungen erster Ordnung, in welchen die unabhängige Veränderliche explizite nicht vorkommt, durch eindeutige doppeltperiodische Funktionen zum Dr. phil. 1889 in Halle.

Nach einer Tätigkeit als Hilfslehrer unterrichtete er ab 1892 als Oberlehrer an Berliner Realschulen, zuletzt an der Friedrichwerderschen Oberrealschule in Berlin, und habilitierte sich 1901 an der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin.

Von 1901 bis 1905 wirkte er als Privat-Dozent für Mathematik und Mechanik in der Abteilung VI für Allgemeine Wissenschaften insbesondere für Mathematik und Naturwissenschaften an der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin und von 1905 bis 1916 unterrichtete er als etatmäßiger Professor für Analytische Geometrie, Höhere Mathematik und Mechanik sowie für Ausgleichungsrechnung an der Bergakademie zu Berlin.

Von 1916 bis zum 18. Oktober 1921 lehrte er als ordentlicher Professor für Mathematik und Mechanik in der Abteilung VI für Bergbau an der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin (ab 1919 Technische Hochschule zu Berlin).

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Eugen Jahnke beschäftigte sich mit mathematischen und physikalischen Problemen, insbesondere mit algebraischen und funktionentheoretischen Methoden.

Er beschäftigte sich mit der Integration der binomischen Differentialgleichungen 3. Ordnung und gestützt auf Arbeiten von F. Caspary und F. Kötter entwickelte er dasjenige Köttersche Orthogonalsystem, das alle bis dahin behandelten Fälle des Rotationsproblems zu lösen gestattet.

Gremientätigkeiten und Mitgliedschaften

  • Von 1918 bis 1819 Dekan der Abteilung VI für Bergbau an der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin
  • Von 1919 bis 1920 Rektor der Technischen Hochschule zu Berlin
  • Von 1920 bis 1921 Prorektor der Technischen Hochschule zu Berlin
  • 1901 gründete er die Mathematische Gesellschaft
  • Von 1901 bis 1918 gab er das „Archiv für Mathematik und Physik“ und die „Mathematisch-Physikalischen Schriften für Ingenieure und Studierende“ heraus
  • Seit 1910 Mitglied der Kaiserlich-Leopoldinisch-Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher
  • Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
  • Seit 1912 Schriftleiter von „Dinglers Polytechnischem Journal“
Quelle: UA TUB, 601 Porträtfotos Lehrkörper und andere Personen, Nr. 314

in Berlin

in Berlin

Lehrtätigkeit

Königliche Bergakademie

Königliche Technische Hochschule

Technische Hochschule

Ämter