Catalogus Professorum

Professorinnen & Professoren der TU Berlin und ihrer Vorgänger

Prof.Dr. phil.Dr. h. c.Dr. h. c.

Heinrich Rubens

Zur Person

Nach dem Abschluß des Realgymnasiums "Wöhlerschule" in Frankfurt / Main 1884 studierte Heinrich Rubens 3 Semester Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Darmstadt und wechselte für ein Semester an die Königliche Technische Hochschule zu Berlin und in Folge für 1 Semester für das Studienfach Physik an die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Im Frühjahr 1886 wechselte er erneut die Hochschule und studierte überwiegend bei August Kundt Physik am Physikalischen Institut an der Universität Straßburg, dem er 1888 nach Berlin an die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin folgte. An der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin promovierte Heinrich Rubens 1889 zum Dr. phil. (Thema: Die selective Reflexion der Metalle) und 1892 folgte die Habilitation ebendort.
Von 1892 bis 1895 lehrte er als Privatdozent und von 1895 bis 1896 als Dozent für Physik an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin.

Ab 1. Oktober 1896 unterrichtete Rubens dann zunächst als Dozent für Experimental-Physik und ab 15. Mai 1900 als Professor der neuerrichtete Professur für Physik in der Abteilung VI für Allgemeine Wissenschaften, insbesondere für Mathematik und Naturwissenschaften an der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin.

Außerdem war er ab 1903 Professor für Physik an der Militärtechnischen Akademie in Berlin.

Am 15. Oktober 1906 schied er aus der Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin aus, da er als ordentlicher Professor und Direktor des Physikalischen Instituts an die Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin berufen wurde.

Wissenschaftliche Schwerpunkte

1900 wies er gemeinsam mit Ferdinand Kurlbaum nach, daß das Wiensche Strahlungsgesetz für den langwelligen Bereich des Infrarots nicht zutrifft. Dies gilt als wichtige Vorarbeit für die Entwicklung der Quantentheorie.
Die elektromagnetische Strahlung, insbesondere die Infrarotspektroskopie wurde zum Arbeitsschwerpunkt. Rubens entwickelte das nach ihm benannte Rubenssche Flammenrohr zur Sichtbarmachung stehender Schallwellen.
Außerdem entwickelte er weitere physikalische Meßinstrumente, darunter ein Panzergalvanometer, ein Vibrationsgalvanometer, ein Dynamobolometer und eine Thermosäule.

Gremientätigkeiten und Mitgliedschaften

Im Studienjahr 1900/01 und 1904/05 Vorsteher (Dekan) der Abteilung VI für Allgemeine Wissenschaften, insbes. für Mathematik und Naturwissenschaften.

  • Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
  • 1907: Ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
  • 1908: Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
  • 1918: Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Ehrungen

  • Rumford Medaille der Royal-Society
  • Baumgartenpreis der Wiener Akademie
  • Ehrendoktor der Universitäten Leeds (England) und Cambridge
Quelle: UA TUB, 601 Porträtfotos Lehrkörper und andere Personen, Nr. 585

in Wiesbaden

in Berlin

Lehrtätigkeit

Königliche Technische Hochschule

Ämter